Zweites Begegnungsfest stärkt Miteinander in Strehlen

Bildrechte: "Günter Kranke"Die Initiative „Strehlen für alle“, ein Nachbarschaftsnetzwerk von Einwohnerinnen und Einwohnern jeden Alters mit verschiedenen Hintergründen, richtete gemeinsam mit der Asylberatung der Caritas am gestrigen Tag erneut ein Begegnungsfest im Stadtviertel aus.

Im Sinne des nachbarschaftlichen Miteinanders lud die Initiative Strehlener Anwohnerinnen und Anwohner und die im Gebiet lebenden, nun vorwiegend dezentral untergebrachten, Asylsuchenden ein, um Kontakte zu knüpfen und zu verstetigen.

Auch das zweite Begegnungsfest wurde sehr gut angenommen. Auf dem Gelände der St. Petrus Kirchgemeinde kamen mehr als 400 Menschen zusammen, davon circa 300 Geflüchtete, die das Fest wesentlich mitausrichteten und gemeinsam mit der Initiative „Cooking Actions“ aus Lebensmittelspenden der Dresdner Tafel e. V. seit dem Morgen kulinarische Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern, wie bpsw. dem Irak, Syrien und Afghanistan vorbereiteten. Mitgebrachte Kuchen aus der Nachbarschaft rundeten das Buffet am Nachmittag ab.

Die Initiatoren zeigten sich erfreut über die gelungene Veranstaltung, auf der AnwohnerInnen und Geflüchtete unbefangen miteinander ins
Gespräch kamen und neben anderen Kreativangeboten unter Anleitung von Pfarrer Baumgarten ein gemischtes Fußballturnier ausgetragen wurde.

Verteter der Stadtverwaltung sowie dem Ortsbeirat standen den Gästen am Rande Rede und Antwort und informierten über die aktuelle Entwicklung im Stadtgebiet.

Auch Dank des von „Strehlen für alle“ montäglich angebotenen Sprachtreffs sind nun erste Gespräche möglich, Fortschritte beim Spracherwerb werden immer deutlicher sichtbar. Weitere gemeinsame Aktivitäten, wie Zoobesuche oder ein ABC-Fest mit Zuckertütenbasteln zum Schulanfang machten die Geflüchteten in den letzten Wochen mit ihrer neuen Umgebung und den hiesigen Gepflogenheiten vertraut.

Für den Herbst schmiedet das Netzwerk bereits Pläne für ein „Buntes Drachenfest“ mit Bastelaktivitäten und einer Herbstwanderung in der
näheren Umgebung.

Die Initiative „Strehlen für alle“ dankt allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Begegnungsfestes, insbesondere der St. Petrus Kirchgemeinde für die Gastfreundschaft sowie dem Polizeirevier Dresden-Süd, das die Veranstaltung absicherte.

Einladung zweites Begegnungsfest

P1370990 (1)Samstag, 27. August 2016
14.00 – 17.30 Uhr

im Gemeindehaus und auf dem Gelände von St. Petrus (Dohnaer Straße 53, 01219 Dresden-Strehlen). Eingeladen zu freundlichen Begegnungen sind Strehlener/innen und neue Nachbarn, insbesondere auch Geflüchtete, die seit 2015 in Strehlen wohnen.

Es wird gemeinsam gespielt, gebastelt, gegessen und es gibt ein Musikprogramm mit verschiedenen Gruppen. Für Gespräche werden auch Übersetzer/innen anwesend sein.

Im Sinne der Aktion „Licht an für Menschlichkeit“ soll das Fest Begegnungen ermöglichen und Vorbehalte abbauen helfen. Auch Sie sind herzlich eingeladen! Gern können Sie einen Kuchen oder andere Snacks mitbringen.

Flyer Begegnungsfest (PDF)

Flyer Begegnungsfest ENGLISCH ARABISCH RUSSISCH FARSI (PDF)

 

Lesung „Fremd“

Mitgefühl statt Vorurteile

P1390134Ein Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit

Diskussionen darüber, ob – und wenn ja, wie viele – Ausländer in unserem Land aufgenommen werden können, bleiben blutleer, wenn man nicht den einzelnen Menschen wahrnimmt, wenn man keine Vorstellung davon hat, was ein Leben in Deutschland für den einzelnen Geflüchteten bedeutet. Deshalb hat die Initiative „Strehlen für Alle“ zusammen mit dem Caritasverband für Dresden e.V. und in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen am 13.6.16 zur Lesung und Diskussion mit einer Expertin eingeladen.

Lesung „Fremd“ weiterlesen

Lesung mit Tatjana Ansbach

Flyer für Lesung von Tatjana Ansbach am 13.6.2016Strehlen für alle lädt ein zu Lesung und Diskussion mit Tatjana Ansbach aus ihrem Buch „Fremd“

Montag, dem 13. Juni 2016 um 19.30 Uhr in der Bibliothek der St.-Petrus-Gemeinde (Dohnaer Str. 53)

Dr. Tatjana Ansbach, Juristin mit langjähriger Erfahrung in der Migrationsberatung, vermittelt in ihren berührenden Erzählungen ein reales Bild, warum Menschen ihre angestammte Heimat verlassen und was ihnen in Deutschland widerfährt. In ihrer Arbeit als Rechtsanwältin begegnete die Autorin zahlreichen Flüchtlingen, aber auch Ausländern, die aus anderen Gründen in Deutschland leben. Aus der Perspektive der Ausländer erzählt, liegt jeder dieser erschütternden Geschichten ein tatsächlicher Fall aus ihrer Praxis zugrunde.

Flyer für Lesung von Tatjana Ansbach am 13.6.2016